Kapula - Keramik aus Südafrika 

Bild: Weltladendachverband

Das Konzept: hervorragende Qualität vereint mit attraktivem Design. Der Geist Afrikas eingefangen in eindrucksvollen Farben und individuellen Designs. Bunt und lebensfroh, von ethnischen Symbolen bis hin zu gradlinigen modernen Mustern. Kapula verwendet ausschließlich hochwertigen Steingut-Ton. 

Die Kerzen von Kapula passen sehr gut dazu und bestehen aus hochwertigem Wachs und einem sehr guten Docht.

 Wie wird Kapula Keramik gefertigt?

Das Designteam besteht aus Chefin Ilse, ihrer Tochter und den Kunstmalerinnen. Dieser Mix bringt Schwung und Abwechslung in die Entwürfe und fördert die Eigenverantwortung aller Teammitglieder.

Zunächst wird der hochwertige Steingut-Ton angemischt und anschließend in eine Form gegossen. Die rauen Kanten werden beschnitten und gesäubert.

Die getrockneten Stücke werden bei einer Temperatur von 999 °C gebrannt (Biskuitbrand). Die Keramikmalerinnen skizzieren mit Bleistift das Design auf die Werkstücke und füllen die Flächen mit Unterglasurfarbe aus. Dann zeichnen die Künstlerinnen mit einem Pinsel die Kapula-Muster auf den Hintergrund. Nun erhalten die Produkte eine kräftige Innenfarbe. Die Rohlinge werden abschließend in eine transparente Glasur getaucht und erhalten bei 1200°C den Glasurbrand. Danach sind die Produkte wasserdicht und lebensmittelecht.

Fairer Handel - Grundprinzip des Keramikherstellers

Bredasdorp liegt an der Südspitze Afrikas in der Provinz Westkap und ist eine strukturschwache Gegend. Es ist nicht einfach für die Bevölkerung der kleinen bäuerlichen Gemeinden, Arbeit zu finden. Durch das handwerkliche Verfahren kann Kapula vielen Menschen in der Region eine nachhaltige Beschäftigung sichern.

Über 90 Prozent der Beschäftigten sind Frauen aus verschiedenen ethnischen Volksgruppen, von denen die Hälfte bereits seit mehr als 10 Jahren zum Team zählen. 

Kapula ist seit 2015 Vollmitglied der World Fair Trade Organization (WFTO) und steht für deren Werte ein. Kinderarbeit und Diskriminierung sind Tabus, die Beschäftigten erhalten bei menschenwürdigen Arbeitsbedingungen eine angemessene Bezahlung. Hinzu kommen soziale Leistungen und Bildungsangebote. Die Arbeitssicherheit im Betrieb steht im Fokus.

Kapula – Wie alles begann

Es begann mit Kerzen in der Küche von Ilse Appelgryn. Während der südafrikanischen Apartheidpolitik 1993 verlor sie ihren Job als Gymnasiallehrerin. Sie fertigte in ihrem Haus in Bredasdorp in der südafrikanischen Region Overberg am heimischen Küchentisch Kerzen. Kapula bedeutet „ein paar Kerzen“. 

Nach der Firmengründung 1994 zog der Familienbetrieb in ein Fabrikgebäude um und beschäftigte die ersten sechs Mitarbeiter. Im Jahr 1998 lieferte die Firma erste Kerzen nach Berlin. Im Jahr 2000 war der Betrieb auf der Expo in Hannover vertreten und zählte bereits 40 Mitarbeiter.

Um die afrikanische Töpfertradition fortzusetzen, produziert der Fairtrade-Betrieb seit 2003 auch handbemalte Keramik.

2006 beschäftigte Kapula rund 250 Mitarbeitende und erreichte 2008 seinen wirtschaftlichen Höhepunkt. Die Wirtschaftskrise 2009 führte zunächst zur Schließung der Fabrik, der Neustart im selben Jahr gelang gut.

Die Corona-Pandemie traf Südafrika besonders hart. Nach dem Lockdown am 17. März 2020 kam die komplette Produktion zum Erliegen.  Mit  staatlichen Hilfsmitteln aus dem Covid-19-Programm der Arbeitslosenversicherung (UIF) konnte das Unternehmen die Gehälter mit geringen Abschlägen weiterzahlen. Die Lockerung des Lockdowns ermöglichte zwei Monate später, die Produktion wieder langsam hochzufahren. Trotzdem war die Auftragslage weiter schlecht. Inzwischen kann Kapula sein buntes Geschir wieder gut exportieren.

https://www.fairtrade-afrika-shop.de/

www.kapula.com

www.weltlaeden.de